Chronik

Schützengesellschaft mit 300-jähriger Tradition

 


Die Gründung der Schützengesellschaft Marktsteft geht unmittelbar auf einen Fürsten aus dem Hohenzollern - Hause zurück. 1712 besuchte der Landesherr der „sechs Maindörfer", der Markgraf Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Onolzbach, sein Hackerdorf „Stefft am Mayn". Er traf am Donnerstag, den 10. November, abends 7 Uhr mit der Post aus Uffenheim dort ein. Die

wehrhaften Stefter Bürger hatten am südlichen Ortsausgang beim Gottesacker Aufstellung genommen und schossen bei der Ankunft ihres Landesfürsten eine Begrüßungssalve. Anschließend begleiteten sie ihn unter Pechfackelbeleuchtung und Pfeifen- und Trommelspiel zum Wohnhaus des Schultheißen Johann Albert Nagler. Dort gaben sie abermals eine Salve ab, und „auch auf denen Hochfürstlichen Schiffen stehende große und kleine Stücke (Kanonen) wurden gelößet".

 

Der Markgraf blieb eine Woche in Steft. Während seines Aufenthaltes stellten die Bürger vor seinem Quartier dauernd eine Wache unter Gewehr. Friedrich Wilhelm dankte ihnen für die vorbildlich militärische Haltung und gute Schießausbildung auf fürstliche Weise: Er ließ am Sonntag, den 13. November, die Gemeindeverwaltung mit köstlichen Speisen und bestem Frankenwein bewirten und schenkte jedem Gast eine Meerschaumpfeife. Er ließ eine Scheibe anfertigen, setzte 21 Gulden (kaiserliche Währung) als Gewinn aus und zog am Montag um die Mittagsstunde mit der Bürgerschaft auf den Bleichwasen zum

Preis-schießen. Der hohe Stifter eröffnete es selbst mit etlichen Schüssen.

 

„Von Seiner Hochfürtslichen Durchlaucht hohen Hand wurden selbsten 9 Centra (Kreise) in dem auf der Scheuben stehenden Adler gemachet, und also die daraus gemachten 9 Gewinne mit Flinten herausgeschossen". 

 

Am 17. November schied der Markgraf aus seinem gastfreundlichen Winzernest Steft. Zum Abschied verehrte er den Bürgern, so unter dem Gewehr standen, noch zwei Eimer Wein (144 Schenkmaß) im Werte von acht Gulden, versprach ihnen die Stiftung im einer Schützenfahne und warf 30 Gulden (20 Reichstaler) als „fürstliche Gnade" zu bezahlen vom Oberschultheißenamt Oberabreit - für das „Scheubenschießen auf die Kirchweyh" aus.

 

Die Fahne aus Taft, deren Goldstickereien die Markgräfin Sofia Charlotte selbst gezogen hatte, wurde am 31. Juli 1713 vom Kammerdiener Heller aus Ansbach in Marktbreit an den Schultheißen Nagler übergeben. Sie zeigt auf der einen Seite das Hohenzollernwappen auf rotem Grund und auf der anderen den Namenszug des Markgrafen mit der Krone auf blauem Grund. Heller empfing für seine Mühe ein 

 

Fäßlein Stefter Wein des Jahrganges 1708. Am 20. August feierte man in Steft Fahnenweihe. 

 

Zuvor, am 18. August, wurde in Gegenwart des Schultheißen Meyer die Bürgerkompanie Steft gegründet und deren Führung gewählt. Letztere hatte folgende Zusammensetzung: 

 

Leutnant:                      Samuel Keerl der Jüngere, 

                                   Gerichtsmann

 

Fähnrich:                      Anton Alexander Stauch,   

                                   Gerichtsmann

 

Feldwebel:                    Georg Frieß der Jüngere

 

Musterschreiber:           Georg Herbold der Jüngere

                                   (Kompanie-Schriftführer)

 

Fourierschützen:            Hans Albert Friedlein und  Nikolaus Bäumler

                                   (Verpflegungsunteroff.)

 

Korporale:                    Leonhard Steigerwald und Hans Schmied

                                   (Unteroffiziere)

 

Korporal der jungen 

Mannschaft:                  Paul Mäder

 

Gefreite:                       Hans Kistner, Georg Gärtner, Hans Matthäus Füll,

Hans Matthäus Herbold, Ludwig Phillip,

Christoph Strebel, Paul Eisenhut.

 

 Das alljährliche Herausschießen des markgräflichen Geschenks von 30 Gulden gab bald Veranlassung zu großen Streitigkeiten, da einige Bürger, statt mit der vorgeschriebenen Flinte, mit Kugelbüchsen die „Gnade" erlangen wollten.

 

Auf eine Beschwerde kam der Bescheid, dass man mit dem Gewehr, mit welchem bei der Anwesenheit des Herrn Markgrafen die Aufwartung gemacht worden sei, auch die Gnade herausschießen solle. Nach dem Tode des Markgrafen fingen die

Streitigkeiten wieder an. Hierauf entschied das Oberschultheißenamt: „dass diejenigen, die mit Kugelbüchsen schießen 15 Gulden und die mit Flinten schießen, auch 15 Gulden haben sollten".

 

Die Zänkereien führten schließlich 1751 zur Bildung einer Schützenkompanie, so dass in der Folgezeit auf die Bürgerkompanie wenig Rücksicht genommen wurde. Während der markgräflich-preußischen Regierung bis 1806 trat die Schützen-kompanie beim Kirchweihschießen am stärksten in Erscheinung. Außerdem nahm sie an den „Staatsfesten" teil. Sie trat beim Besuch des Landesfürsten zur Parade an und schoss den Ehrensalut. Ein derartiges Schauspiel erlebten Marktstefts Einwohner beispielsweise bei der Einschiffung der englischen und holländischen Hilfsvölker durch den Markgrafen 1788 und bei der Durchreise des preußischen Königs und Kronprinzen im Sommer 1792.

 

Der mehrmalige Herrschaftswechsel und die Kriegswirren zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen das Schützenwesen erlahmen. Am 18. Juli 1812 musste daher die Schützenkompanie Marktsteft erneut gegründet werden. An ihrer Spitze wurde Stadtrat Kaufmann Ott als Hauptmann, Kaufmann Karl Lampert als Leutnant, Hofschiffmann August Manger als Fähnrich und Chirurg Leonhard Döring als Kassier und Rechnungsprüfer berufen. 

 

Die Schützenbekleidung bestand aus einem blauen Frack mit gelben Knöpfen und goldenen Aufschlägen, einer weißen kurzen Weste, einem schwarzen seidenen Halstuch mit weißem Untertuch, einer langen blauen Hose, einem militärisch

zugeschnittenen Hut mit einem schwarzen Band eingefasst, einer goldenen Litze in einem gelben Knopf befestigt, einer Kokarde und einem grünen Federbusch. Die Stiefel reichten bis ans Knie, waren gewichst und oben ausgeschnitten. Die Offiziere hatten Achselstücke aus gutem Gold, dazu Cordons (Schnüre) am Hut und einen Säbel mit goldener Degenquaste. Die „Gemeinen" waren ohne Seitengewehr.

 

1836 wurde auf behördliche Anweisung die Landwehrorganisation durchgeführt und im Landkreis Marktsteft (Mainbernheim, Marktbreit und Marktsteft) eine Landwehrdivision aufgestellt. Ihr gehörten alle wehrpflichtigen Männer an. In der

Jahresversammlung der Schützenkompanie wurde daher 1836 die Gründung einer Schützengesellschaft beschlossen, der alle Männer „unbescholtenen Rufes" vom 18. Lebensjahr an beitreten konnten. Jedes Mitglied musste 2 Gulden Aufnahmegebühr und zum Preis- oder Kirchweihschießen eine Sonderabgabe entrichten.

 

Wer etwas auf sich hielt, bewarb sich um die Mitgliedschaft bei der Schützen-gesellschaft. 1868 traten ihr u.a. Bürgermeister Martin Streng und Weinhändler Valentin Vollert aus Sulzfeld bei. Landrichter Schauer, Landgerichtsarzt Dr. Mesch, Kaufmann Schwab und Metzgermeister Ranninger wurden bei der Gründung der Gesellschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ein Vorstand

und ein Kassier führten die Vereinsgeschäfte, ein 1ter und 2ter Schoßmeister sowie ein Zieler waren für den Schießbetrieb zuständig. 

 

1850 erweiterte man die Vorstandschaft durch einen Stellvertreter für den 1. Vorstand und 5 Ausschussmitglieder. Der Führer der Schützengesellschaft zu sein war eine besondere Ehre, verlangte aber auch viel freiwillige Arbeit und manches Opfer. Bei Sonderausgaben (Schießhausbau, Instandsetzung der Bestände) sprang der 1. Vorstand wiederholt mit einem Darlehen ein, das niemals völlig getilgt und auf dessen Rückzahlung nach einigen Jahren verzichtet wurde. Als verdienstvolle Schützengesellschaftsvorstände erwiesen sich Großkaufmann Josef Bohr, Gastwirt Johann Michael Sengfelder, Apotheker Manger, Essigfabrikant Bach, Schifferei-besitzer Andreas Speier, prakt. Arzt Dr. Ley, Lehrer Fischer und Brauereibesitzer Adolf Kesselring.

 

Am 31. Juli 1864 erfolgte der Beitritt der Schützengesellschaft Marktsteft zum Fränkischen Schützenbund. 18 aktive Mitglieder zahlten je 30 Kreuzer Bundesbeitrag. Geschossen wurde in Marktsteft auf dem Bleichwasen während der Sommermonate, von 1880 an mit Zimmerstutzen auch im Winter in den Gastwirtschaftssälen. Das Kirchweihschießen begann am Hohenfelder Kirchweihsonntag, der Schießbetrieb setzte sich an den Marktstefter Kirchweihtagen fort und endete am „Schützenmittwoch" mit Festzug und Preisverteilung. 

 

Den gesellschaftlichen Schluss der Veranstaltung bildete der Schützenball am „Nachkirchweihsonntag", der bei den drei Vereinswirten durchwechselte. Die Schützenwirte besorgten auch die Bewirtung im Festzelt auf dem Bleichwasen. Sie mussten die ausdrückliche Verpflichtung eingehen, für gute Speisen und bekömmlich frische Getränke Sorge zu tragen. Die Kapelle Kistner spielte zur Unterhaltung und zum Tanz auf. Ganz Marktsteft feierte am Kirchweihmittwoch mit den Schützen.

 

In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts lud die Schützengesellschaft Marktsteft durch Ladebriefe und die Heimatzeitungen (Kitzingen, Marktbreit und Würzburg) zu einem Frei- und Preisschießen im Sommer ein. 1863 erschienen dazu die Schützengesellschaften Kitzingen, Mainbernheim, Marktbreit, Obernbreit, Prichsenstadt, Sommer- und Winterhausen. 

 

Am 29. Mai 1864 kamen aber bereits 16 Schützenvereine des Mainlandes.

 Im Juni 1913 feierte man das zweihundertjährige Stiftungsfest mit einem Jubiläumsschießen. Es endete am 21. Juni. - 100 Schützen nahmen daran teil.

 

König Ludwig III hatte eine goldene Uhr als Ehrengabe eingesetzt. Ein ErlangerWagnermeister erschoss sie als Siegerpreis.

 

Kaiser Wilhelm II hatte in Erinnerung an die „markgräfliche Gnade" einen silbernen Pokal mit den Initialen W.R. (Wilhelmus Rex) gestiftet. Bei jeder Jahresversammlung ging er, mit Sekt gefüllt, reihum. 1926 machte er zum letzten Mal die Runde.

 

In den folgenden Jahren bestand die Schützengesellschaft Marktsteft nur noch auf dem Papier. Preisschießen und der Besuch auswärtiger Schützenveranstaltungen durch ihre Mitglieder unterblieben. Die Schützenfahne von 1713 und eine Sammlung von Ehrenscheiben in der Gastwirtschaft Seitz konnten als Zeugen einer großen Tradition in die Gegenwart gerettet werden.

 

Der letzte Vorstand und Schützenmeister, welcher u.a. die Jahrhundertfeier im Jahre 1913 vorbereitet und durchgeführt hatte, Herr Brauereibesitzer Adolf Kesselring, wurde am 11. August 1943 als Oberst der Reserve und Kommandeur eines Artillerie - Regiments das Opfer eines Luftangriffes auf Nürnberg.

 

Die Nachfahren der eingegangenen Schützengesellschaft schlossen an die alte Überlieferung an und gründeten am

 

22. November 1960

 

wiederum die Schützengesellschaft Marktsteft. 

 

Die Gründungsmitglieder waren:

 

Karl Heberger

Hans Herold

Ernst Schober

Eberhard Stöhr

Hermann Stöhr

Wolfgang Birngruber

Willi Vogel

Konrad Bauereis

Paul Becker

 

Am 13.05.1961 wurde das erste Spargelschießen, mit einer Teilnehmerzahl von 80 Schützen durchgeführt. Im gleichen Jahr fand beim Kirchweihfest das erste Bürgerschießen statt. Am Schützenmittwoch, den 13. September 1961, wurde 

Ernst Schober zum ersten Schützenkönig der neuen Gesellschaft proklamiert.

 

Im zweiten Jahr nach der Wiedergründung verbindet man mit der 250-Jahr-Feier das 10. Gauschießen des Schützengaues Kitzingen. 

 

Mit der Zunahme der Mitgliederzahl wächst auch der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim. Die Mitgliederversammlung beschließt am 02.03.1963 den Bau eines Schützenhauses.

 

Im August 1964 übernimmt man die Patenschaft anlässlich der Fahnenweihe des KK - Schützenvereins Obernbreit. Die junge Gesellschaft kann aber auch mit sportlichen Erfolgen aufwarten. Edwin Heberger erreicht am 30.07.1965 bei den Bayerischen Meisterschaften in der Luftgewehr – Jugendklasse den 2. Platz.

 

Drei Jahre lang dauert die Suche nach einem geeigneten Bauplatz für das zu erstellende Schützenhaus. Am 07.06.1966 genehmigt die Mitgliederversammlung den mit der Brauerei Kesselring ausgehandelten Erbbauvertrag. Am 06. Oktober wird die alte Scheune, die sich auf dem Bauplatz befindet, abgerissen.

 

Beim Gauschießen 1968 in Sulzfeld wird Edwin Heberger mit einem 35,5 Teiler Gauschützenkönig.

 

Am 01.02.1969 wird das Fundament für das neue Schützenhaus gelegt und am 11.12.70 wird der Schießbetrieb im neuen Heim aufgenommen. Ein weiterer sportlicher Erfolg kann im Februar 1972 gefeiert werden. Die erste Mannschaft steigt von der Gauliga in die Bezirksliga auf.

 

Im Juli 1972 übernimmt die Gesellschaft ein zweites Patentamt, bei der Fahnenweihe der Schützengilde Hohenfeld. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschließt im Oktober 1972 eine neue Satzung und den Kauf einer Fahne. Lydia und Hans Schuller schaffen durch eine großzügige Spende den Grundstock für diese Fahne. In Verbindung mit dem Spargelschießen

wird am 02.06.1973 die neue Fahne eingeweiht. Die Patenschaft übernimmt die Schützengesellschaft Sulzfeld.

 

Da der Nachweis einer landesherrlichen Einzelverleihung trotz intensivster Bemühungen leider nicht erbracht werden kann, wird der Verein 1973 mit dem Namen: 

 

Schützengesellschaft

von 1712 e.V.

Marktsteft

 

ins Vereinsregister eingetragen.

 

Noch im selben Jahr beschließt der Ausschuss den Kauf von 2 KK-Ständen. 10 Jahre später, am 12. März 1983, beschließt die Mitgliederversammlung den Kauf des Grundstücks, auf dem das Schützenhaus steht. In Würdigung seiner Verdienste als 1.Schützenmeister seit der Wiedergründung wird Karl Heberger am 24.03.1984 zum Ehrenschützenmeister ernannt.

 

Beim Gauschießen 1984 in Iphofen kann Wolfram Stöhr, als zweiter Marktstefter, die Würde eines Gauschützenkönigs erringen.

 

Nach 11jähriger Planungs- und Bauzeit wird im September 1984 die Kleinkaliber-schießanlage behördlich genehmigt.

 

Im Rahmen eines Festabends am 23.11.1985 begeht man die 25-jährige Wiedergründung der Schützengesellschaft Marktsteft. Für die nahe Zukunft plant man den Umbau bzw. die Erweiterung des Schützenhauses zur Schaffung weiterer Luftgewehrstände. Diese Pläne gestalteten sich äußerst schwierig, da erst einmal die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen waren.

Die Palette reichte von Schießständen im Freien als Minimallösung bis hin zu einem zweigeschossigen Anbau mit einer Investitionssumme von ca. 1 Mio. DM. Schließlich entschied man sich für eine wechselseitige Nutzung des KK-Tunnels, sowohl für Kleinkaliber 50m als auch für Luftgewehr/Luftpistole.  

 

Von den alten Luftgewehrständen wurde der rechte abgebaut, eine Trennwand eingezogen und somit der Gang geschaffen um auf einer Höhe von ca. 13m den Durchgang zum KK-Tunnel zu ermöglichen. Dort wurden dann 8 neue Luftgewehr-stände so geschaffen, dass wenn man sie wegklappt ungehindert 50m Kleinkaliber schießen kann. Rechtzeitig zum Spargelschießen 1994

ist diese neue Anlage fertig und wird vom damaligen Bürgermeister Geißlinger mit einem Schuss ins Schwarze eröffnet.

 

Knapp 8 Monate später, im Januar 1995, kann der interessierte Bürger im Rahmen eines Tages der offenen Tür die modernste Schießanlage im Gau Kitzingen besichtigen. Zu diesem Zeitpunkt war die Videoinstallation abgeschlossen und man konnte die Trefferlage sofort über Monitor kontrollieren.

 

Das Jahr 1995 wurde genutzt um die gesamte Elektroinstallation den baulichen Veränderungen anzupassen und gleichzeitig für den Hallenneubau vorzubereiten. Dieser Hallenanbau wurde notwendig, da die im KK-Tunnel getätigten Umbauten auch von oben her geschützt werden mussten. Nach langen Diskussionen entschieden wir uns Anfang 1996 für eine Stahlskelettkonstruktion. Im März 1997 konnten wir dann Richtfest für unseren zweiten Bauabschnitt feiern. In den Jahren 1998, 1999 und 2000 wurde dann der Ausbau vorangetrieben. Es wurde u.a. eine Zentralheizung auf Flüssiggasbasis installiert die es uns nun ermöglicht die Räumlichkeiten incl. Toilettenanlage im Winter frostfrei zu halten. Im neuen Anbau wurde ein Sitzungs-zimmer geschaffen, das bereits beim diesjährigen Spargelschießen als Anmelde- bzw. Auswertungsstelle genutzt wurde.

Gleichzeitig mit dem Treppenabgang im Anbau und der Überdachung des Toiletteneingangs konnte endlich die Möglichkeit geschaffen werden, dass man bei Veranstaltungen - ohne ins Freie zu müssen die Toiletten erreichen kann.

 

Aber nicht nur auf baulicher Ebene hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Auch auf gesellschaftlicher Ebene war unser Verein sehr rege. Von Anfang an haben wir uns am neugeschaffenen Hafenfest beteiligt. Gleichzeitig wurde unser Angebot am Kirchweihfest immer größer.

 

Auf schießsportlicher Seite hatten wir zu diesem Zeitpunkt vor allem mit der Luftpistolenmannschaft großen Erfolg. Gleichzeitig feierten wir in diesem Jahr unsere 40-jährige Wiedergründung mit einem Festkommers.

 

Im Jahr darauf fand zum zweiten Mal das Marathonschießen sowie zum ersten Mal das Mini-Marathonschießen für Jugendliche statt.

 

In den darauffolgenden Jahren (bis heute) wurden viele Arbeiten, (z.B. der Ausbau des Jugendraumes) im und am Schützenhaus durchgeführt. Gleichzeitig wurde im Zuge der Sanierung der Präparantenschule der Hofbereich neu gepflastert.

 

Seit 2005 führen wir im Wechsel mit den Schützengesellschaften Segnitz und Obernbreit das Verwaltungsgemeinschafts (kurz VG)-Schießen durch.  Im gleichen Jahr schaffte unser Mitglied Werner Vehe die Teilnahme bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften.

 

Bereits im Jahre 2006 wurde im Zuge der jährlichen Generalversammlung beschlossen, dass wir 2012 anlässlich der 300-Jahr-Feier das Gauschießen durch-führen wollen. Mit den groben Planungen wurde dann schließlich Anfang 2011 begonnen.

 

In der Zwischenzeit wurde viel das gesellschaftliche Vereinsleben gepflegt. Das Schießsportliche kam mit Gau-, und Bezirksmeistertitel sowie ersten Plätzen an Preis-schießen natürlich auch nicht zu kurz. Im Sommer 2011 traf uns aber ein schwerer Schlag. Das Dach unseres Schützenhaus-saales war in die Jahre gekommen und an mehreren Stellen irreparabel undicht. Wir mussten uns kurzfristig für eine Komplettsanierung entscheiden, da uns sonst der Parkettboden zerstört worden wäre. Im August wurde die alte Dacheindeckung abgetragen und durch eine neue, gedämmte Blecheindeckung ersetzt. Danach musste der komplette Schützenhaussaal renoviert werden

 

So sind wir jetzt bereits im Jahr 2012 angekommen.  Dieses Jahr ist von unserer 300-Jahr-Feier geprägt und wir geben unser Bestes, dass alles reibungslos über die Bühne geht.

 

Chronik der SG Marktsteft
Hier wird der Werdegang der SG Marktsteft erzählt. 1712 - 2012
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